Am 1.3. 2021 ist Genosse Winfried Hecht 50 in der SPD Mitglied.

Veröffentlicht am 22.03.2021 in Allgemein

Hecht

Winfried Hecht (* 2. Februar 1941 in Stuttgart) ist ein deutscher Historiker.

Hecht wohnte mit seiner Familie seit 1944 in Rottweil. Hier besuchte er von 1947 bis 1951 die Katholische Volksschule und von 1951 bis 1960 das Albertus-Magnus-Gymnasium. Hier legte er sein Abitur ab. 1960–1967 studierte er Geschichte, Romanistik und Politik in Tübingen, Poitiers, Coimbra (Portugal) und Würzburg. 1967 promovierte er an der Universität Würzburg mit einer Untersuchung über Die byzantinische Außenpolitik zur Zeit der letzten Komnenenkaiser 1180-1185. Von 1968 bis 2006 war er Stadtarchivar und Museumsleiter in Rottweil. 1971 trat er in die SPD ein und wurde in den Kreistag gewählt. 1973–2003 war er Vorsitzender des Rottweiler Geschichts- und Altertumsvereins, danach Ehrenvorsitzender. 1980 erhielt er den Peter-Haag-Preis des Schwäbischen Heimatbundes für die Restaurierung des Hauses Lorenzgasse 7 in Rottweil. 2003 wurde ihm die Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen. Am 25. Februar 2006 wurde Dr. Hecht offiziell in den Ruhestand verabschiedet und erhielt die Bürgermedaille in Gold. 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2014 wurde er zum Ritter des Silvesterordens ernannt. Er veröffentlichte zahlreiche regionalgeschichtliche Publikationen.

 
 

SPD-Fraktion im Gemeinderat

Die SPD+FFR-Fraktion im Rottweiler Gemeinderat trifft sich seit Januar coronabedingt nur virtuell zu den üblichen Zeiten am Montag ab 18 Uhr. Zur Zeit sind Osterferien. Hauptaugenmerk für die nächste Zeit sind folgende Punkte:

- Haushaltskonsolidierung
- Forführung angefangener Bauprojekte ( Droste-Gymnasium, Kindergarten Spitalhöhe, weiterer
   Ausbau der Kindergärten, Brückensanierungen usw.)
- Ausdünnung des innerstädtischen Indiviualverkehrs, bes. Friedrichsplatz, 30km/h innerstädtisch
   als Pilotprojekt
- Umweltschutz
- Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels

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SPD Fraktion zur Kiga-Gebührenfreiheit

In all unseren Haushaltsreden und in sämtlichen Stellungnahmen zu Kindergartengebührenerhöhungen hat die SPD-Fraktion stets ihr Bedauern ausgedrückt, dass im Gegensatz zu den Schulen – und auch Universitäten- Kindergärten nicht gebührenfrei sind. Unsere Fraktion hat dies bedauert auch in der Zeit, in der die SPD in Baden-Württemberg in der Regierung war und kein solcher Versuch, wie er jetzt unternommen wird, sichtbar geworden war. Gebührenfreiheit der Kindergärten wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Sie würde jenen Kindergartenjahren, die von allen Seiten als wichtige Vorstufe im Übergang zur Grundschulzeit angesehen werden, auch den entsprechenden Status verleihen, was z.B. im Hinblick auf Unterschiede im Sprachvermögen von Kindern mit Migrationshintergrund von Bedeutung wäre. Natürlich muss Taktung – gleich vollständige Gebührenfreiheit oder in Schritten -  und Finanzierung einer solchen Maßnahme erörtert werden, aber Rheinland-Pfalz zeigt, dass eine landesfinanzierte Gebührenfreiheit möglich ist. Der Einwand, hiervon profitierten dann auch die Reichen, die solche Gebühren gut schultern könnten, ist so alt wie schlecht: Zum einen wäre eine einkommensabhängige Gebührenfreiheit mit enormem Verwaltungsaufwand verbunden, zum anderen ist ein vergleichbarer Einwand schon in den 50er Jahren bei der Abschaffung des Schulgelds erhoben worden, das dann bei uns deswegen entfiel, weil jahrelang die damalige DDR ständig spöttisch auf die klassenunterschiedszementierenden Gebühren für die weiterführenden Schulen in der Bundesrepublik hinweisen konnte. Ebenso hat die Einführung der Lehrmittelfreiheit an unseren Schulen nicht selten das gleiche Argument getroffen und es wurde eine einkommensabhängige Differenzierung vorgeschlagen. Klügere Köpfe in Schulleitung, Stadtverwaltung und kommunalpolitischen Gremien haben dann zu Recht auf die diskriminierende Wirkung solcher Differenzierung hingewiesen. Auch die Abschaffung der Studiengebühren an Baden-Württembergischen Universitäten vor ca. 5 Jahren liefert ein weiteres Argument für die Beseitigung der Kindergartengebühren: Es ist ungerecht, Gebührenfreiheit im oberen Teil des Bildungssystems für eine privilegierte Gruppe der Bevölkerung herzustellen, aber im unteren Teil des Bildungssystems – und dazu gehört der Kindergarten mittlerweile -  der für alle da ist, die Hand aufzuhalten. Alsdann  wird der Gebührenfreiheit, die in unseren Augen ein stückweit mehr soziale Gerechtigkeit schaffen könnte, mit dem Argument begegnet, sie sei nicht finanzierbar. Rheinland-Pfalz beweist das Gegenteil. Also in Kürze: Landesfinanzierte Gebührenfreiheit unserer Kindergärten ist richtig, wichtig, finanzierbar und seit Jahren auf der Agenda der SPD-Gemeinderatsfraktion.